Bericht Regatta "König vom Kalksee" 18.07.2009
2009-07-20

Am 18.7.09 fand die dritte Auflage des „König vom Kalksee“ statt und der Bundesligaachter vom Club war natürlich dabei: Patrick Scholz, Miralem Sukilovic, Julian Ahlhoff, Julian Siegelmann als BRC-Gastruderer aus den USA ( Platz fünf ist bei uns bei dieser Regatta scheinbar immer für einen Menschen von ganz weit weg reserviert, im letzten Jahr war ja noch Andrew aus Neuseeland dabei), Richard Lorenz, den ich dann später ersetzte, Nils Pötsch, Thomas Köpke und Steuerfrau Kati Splitt.

 

Einerseits, weil wir ja Titelverteidiger aus dem letzten Jahr waren und andererseits passte die Regatta gut in unsere Vorbereitung für den nächsten Lauf der Bundesliga in Rauxel am 25.7.09. Das Starterfeld war diesmal von deutlich höherem Niveau als letztes Jahr und so hatte immerhin auch Dresden seine Bundesligamannschaft dabei und auch das erste Boot aus Rüdersdorf war schnell unterwegs. Wie im letzten Jahr auch gab es zunächst ein Zeitfahren aller 13 gemeldeten Boote, nach dessen Ergebnis dann die Gruppen festgelegt wurden. Diesen Timetrial konnten wir als Vierte abschließen, wobei die Zeiten sicherlich alles andere als elektronisch genau gemessen werden.

 

In der Gruppenphase dann hatten wir im ersten Rennen gegen das erste Boot aus Rüdersdorf zunächst mit etwa 10 cm das Nachsehen, hier musste der Zielfilm entscheiden.

 

Danach kam unser Totalausfall; im nächsten Rennen gegen die RVG Berlin sprang Nils nach 100m die Dolle auf und das war es dann.

 

Dann wurde noch ein Pflichtsieg gegen die Masters aus Rüdersdorf eingefahren, aber trotzdem mussten wir nach dieser Gruppenphase in den Hoffnungslauf, um uns noch für das Viertelfinale zu qualifizieren. Die Stimmung war ziemlich unten, aber nach einigen klaren Ansagen von Scholle und mir wurde dann im Hoffnungslauf richtig böse gerudert. Wir hatten noch überlegt, auf den zweiten Platz zu fahren, um nicht in das Viertelfinale gegen das vermeintlich stärkste Boot aus Dresden zu kommen, aber die Mannschaft war sich einig: Feuer frei!

 

Unsere beste kämpferische Leistung zeigten wir dann im Viertelfinale: Gegen Dresden ruderten wir wie entfesselt, bei einer Streckenlänge von 250m gibt es ja eh kein Morgen. Sah sicherlich nicht nach Lehrbuch aus, aber hier hatten wir dann die 10cm vor und standen auf einmal im Halbfinale. Das wurde dann mit einer halben Länge vor Halle, die noch die beste Zeit im Timetrial gefahren waren, ein recht lockere Sache.

 

Und damit waren wir auf einmal doch noch im Finale. Wir hatten die mit Sicherheit steilste Kurve aller Mannschaften, worüber vom Streckensprecher ziemlich hinweggegangen wurde, nachdem davor alle unsere Rennen kommentiert wurden, dass „der BRC es sich einfach nicht leicht mache etc. ...“ Mit dem Viertel- und Halbfinale zeigten wir uns gegenseitig, wozu wir in der Lage sind, wenn wir uns endlich mal nur auf uns besinnen.

 

Im Finale dann gegen den ersten Rüdersdorfer Achter auf seiner Heimstrecke. Hier fuhr uns Rüdersdorf dann eine halbe Länge weg und damit waren sie dann auch verdient Sieger vor ihrer Heimkulisse. Wir konnten uns nicht noch einmal steigern, unsere beiden Kampfrennen hatten wir im Viertel- und Halbfinale und somit war auch keiner unzufrieden mit dem diesjährigen zweiten Platz.

 

War eine tolle Regatta, leider bei durchgehendem Regen und wir sind jetzt gespannt auf Rauxel, den nächsten Termin der Bundesliga am kommenden Wochenende.

 

- Johan Kegler